Sonntag, 15. Juli 2012

Der Oberfräsentisch für meine Bosch POF 1200 AE


Um die vielen Fräsungen an meinem Wohnzimmerschrank ordentlich machen zu können musste  unbedingt ein  Oberfräsentisch her. Einen kaufen wollte ich schlichtweg nicht da unter anderem die Auflageflächen derer die ich so sah für dieses Projekt einfach zu klein waren. Die langen Platten des Schrankes brauchten einfach mehr.

Meine Oberfräse ist eine Bosch POF 1200 AE. Nicht ein Mörderteil und auch nicht gerade das was die meisten Schreiner nutzen, aber auch definitiv Qualität. Herstellerinfo
Wichtig ist beim Kauf darauf zu achten, das man ein Modell wählt das genügend Leistung hat um mit Buche oder Eiche fertig zu werden. Wichtig ist ebenfalls eine Drehzahlregulierung, denn nicht jedes Holz oder Material ist gleich. Muss man zu viel Kraft aufwenden, oder man kommt nicht gleichmassig  voran wird es einfach kein ordentliches Ergebnis.                                                                          Die Fräsungen siehe hier



Im Prinzip besteht der Tisch aus 4 Elementen:
- 8 mm Siebdruckplatte
- Alu Anschlag
- Standböcke
- Versteifungen


Für die Siebdruckplatte habe ich mich aus drei Gründen entschieden. Weil die vor allem dünn ist und ich somit einen größeren Hubweg für die Frästiefe habe. Eine absolut glatte Oberfläche damit die Werkstücke flüssig rutschen und nicht hängen bleiben. Und natürlich die Stabilität.
Die Böcke sind mit  4 versenkten Schloßschrauben inklusive Unterlagscheiben und Springringe an die Platte fixiert. Somit bleibt der Tisch transportabel, ist gut zu verstauen, und die Böcke sind weiterhin separat zu nutzen.
Die Platte besitzt 3 Versteifungen. Zwei Kieferlatten an den Kopfenden und einer Bucheleiste 90 Grad dazu unter der Siebdruckplatte. Denn auch wenn die Platte eine gewisse Stabilität besitzt ist sie nicht ausreichend.


Den Mittelpunkt der Drehachse habe ich einfach mit einer Reisnadel in die Oberfläche des Tisches eingeritzt. Dies ist zum Einstellen des Anschlages unumgänglich.
Um dem  Anschlag mehr Stabilität zu geben habe ich eine weitere U-Schiene an die Rückseite genietet. Dies war nötig da die Aussparung für den Fräskopf doch schon tief werden musste.
Die Aussparung für die Oberfräse läst am einfachsten mit einer Lochsäge anfertigen, und mit 3 Maschinenschrauben mit Senköpfen befestigen.


Den Schalter der Maschine habe ich aus Gründen der Faulheit mit einem Kabelbinder auf Ein fixiert. Vom Arbeitschutz her allerdings nicht zu weiter zu empfehlen. Diese wird mittels einer Mehrfachsteckdose mit Schaltern zusammen mit einem Industriestaubsauger ein und aus geschaltet.



Nun bleiben eigentlich nur noch die Fräskopfe. Dies sind nun die zwei, die ich für den Schrank benutzte. Hier gilt wieder das Thema. Wer hiert spart ärgert sich. Gute Fräsköpfe kosten Geld. Unter 30 Euro sollte man nix nehmen, da saubere Fräsungen damit einfach nicht möglich sind. Und wenn man schon je nach Projekt viel Geld für das Holz ausgibt, im Falle des Schrankes um die 500 Euro, sind 15 bis 20 Prozent für die Fräsköpfe einfach nur sinnvoll. Zu mal die Lebensdauer guter Köpfe den Mehrwert erhöhen.
Ob man gute Fräsköpfe im Baumarkt um die Ecke bekommt ist sicherlich ein Thema über das man diskutieren könnte. Aber der Fachhandel ist in jedem Fall die bessere Wahl.




Der alte Schrank / Das Vorgängermodel
Wohnzimmerschrank, die Planungen 
Die Bauphause Teil 2, Der Hut und die Rollen
Bauphase Teil 3, Die Türen
Eigenbauten Allium 9 und Allium 45

Allium 9 Teil 1, Das Gehäuse
Allium 45, das Funier
Allium 45: Gehäusekonzept und Dämmung
Allium 9 Teil 2, die inneren Werte 
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Messmicro MicW i436

     

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