Samstag, 26. Januar 2013

Der Raum als Akustische Größe Teil 2 , Diffusoren

So wie im ersten Teil ( siehe hier ) beschriebenen Unterschiede zwischen Diffus- und Direktschall, zeigte ich nur Lösungen anhand von Absorbern. Hat man allerdings vom Frequenzbild her eine gute Richtung gefunden, will aber noch an an der Auflösung arbeiten, ist man mit Absorbern schlecht beraten. Hier sind Diffusoren das Mittel der Wahl. Das sie das Frequenzbild nur in so fern tangieren das es zu vernachlässigen ist.
Diffusoren streuen Diffusschal so das es für das Gehör keine Rolle mehr spielt. Diffusoren wirken dann wenn sie unregelmäßig sind, von der verwendeten Menge im Verhältnis zur Wandfläsche stehen. Strukturunterschiede von weniger wie 8 - 10 cm machen in Bezug auf Wellenlänge deren Amplitude für den Mitteltonbereich und damit für bessere Detailgenauigkeit des Klangbildes wenig Sinn.
Meine Wahl fällt da natürlich aus der Rolle. Da ich noch genug Sperholz hatte entschied ich mich, keine Ahnung wie die Teile heißen, für Holzdreiecke welche die Wand als gerade Schallreflektionebene aufheben.
Sie haben eine Gesamtfläche von 1m2. Bezogen auf die gesamte Wandfläsche gerade mal 12,5 %. Allerdings bezogen auf die Frontlautsprecher, und zieht man die Couch und die bereits fertigen Helmholzabsorber von der Wandfläche ab, kommen wir auf 25% des gesamten Kopfendes. Und das ist schon mal was. Was aber nicht heißt das dies ausreichend ist. An den Seitenwänden kommt auch noch etwas hin. Die Planungen laufen....

Da ich drei Diffusoren dieser Art benutze, achtete ich darauf zwei unterschiedliche Winkel zu benutzen, um nicht wieder eine Regelmässigkeit in der Refkletion einzubauen.
Da ich keine Lust auf großartige Winkelberechnung hatte machte ich es auf die experimentelle Tour, um die Seitenlängen heraus zu finden. Ob 38 cm oder 39cm, Hauptsache die äußeren gleich.





Während die Winkel für den Inneren Diffusor auf 90 Grad blieben, bog die für die äußeren weiter auf.
Versenkbare Gewindeschrauben nahm ich zur Befestigung.
Die Halterung an der Wand erfolgte mit einem Winkelnagel. Eine starke Kordel an den Flügeln des Diffusors angetackert und fertig. Um beim Aufhängen der Diffusoren die gleiche Höhe zu justieren, spart man sich viel Nerven wenn man die Kordel nicht direkt an den Haken hängt, sondern einen Kabelbinder dazwischen macht. Durch stückweises zu ziehen bekommt sie einfach auf gleiche Höhe.

Zum Schluss kommt der Stoff. Um alles hell zu halten nahm ich einen hellen Möbelbezugsstoff passend zu den Gardinen. Auch wen  es keinen Spaß macht. Gebügelt sieht er dann doch besser aus.
Zum antackern einfach nur doppelt gelegt. Bein dünneren Stoff ist es besser man nimmt ein Übernahband dazu damit der Stoff nicht ausreist.






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Das Podest und Lage der Hochtöner

Eine wichtige Maßnahme ist wie schon erwähnt die richtige Aufstellung der Lautsprecher. Oft liest man in Foren, oder sieht auf Bildern, meist aberwitzige Positiongerungen von Lautsprechern. Rear die sich irgendwo in 2m Höhe an der Wand befinden zum Beispiel. Dem soll gesagt sein...das bringt nix.
Abgesehen von Front High Lautsprechern bei Dolby Pro logic IIz gehören Lautsprecher so das sich die Hochtöner in Ohrhöhe befinden. Ansonsten wird die Hochtonwiedergabe unnötig verfälscht.
Um dies zu gewährleisten musste ein Podest her da die Sitzhöhe meiner Couch nur 34 cm betragen überbrückte ich die fehlenden 14 cm mit einem Podest. Ursprünglich plante ich ein größeres auf dem auch noch die kommenden Hocker/Tische Platz finden sollten. Aber aus optischen Gründen verwarf ich diesen Plan.



Die Herstellung war denkbar einfach. Eine 15 mm Siebdruckplatte, 6 Holzklötze aus den selben Bohlen aus denen ich auch meine provisorischen Lautsprecherständer ( siehe hier ) gebaut habe, ein paar Gummidämpfer wie sie unter Waschmaschinen kommen, 4 Winkeln und ein paar Spax-Schrauben. Wichtig zu erwähnen wäre ist, das ich die raue Seite der Siebdruckplatte nach oben machte und die glatte nach unten. So haben die Gummifüsse einfach mehr halt. Durch die Gummifüse findet eine leichte Entkoppelung statt. Vielleicht mache ich ja mal Buttkicker dran. Ich glaube es zwar nicht, aber das habe ich an anderer Stelle schon oft gesagt.
Bei der Optik ist natürlich noch nicht alles gesprochen. Vorne und Hinten wird der Spalt noch mit Stoff verblendet, und durch die geplanten Seitenverblendungen mit Armlehnen wird der Rest auch unsichtbar.

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Sonntag, 20. Januar 2013

Deckenabsorber LED Beleuchtung


Damit der Deckenabsorber  ( siehe hier ) nicht nur funktioniert sondern auch schön aussieht muss da natürlich noch was geschehen. Und Licht braucht man auch. Das LED heute einfach in jedes gute Heimkino gehören ist auch klar. Wichtig war mir nur das es auch fernbedienbar wird. Also was bietet sich da besser an als Infrarot. Da ich eh alles, bis auf meine Marantz AV 7005 mit einer App ( siehe hier ), mit dem iPod und dem L5 Remote Adapter ( siehe hier ) bediene, bleibe ich auch hier bei Infrarot. Auch wenn mir so was Philips Hue ( siehe hier ) in der Nase liegt bleibe ich erst mal bei dieser Methode. Der Preis hat mich bisher abgeschreckt. Aber man weis ja nicht was noch kommt. Ich kenne mich ;-)

Eigentlich wollte ich noch warten mit der Beleuchtung, aber da ich die LED's im Baumarkt zufällig zum gleichen Preis wie bei Amazon gesehen habe, schlug ich einfach mal zu. Zur Konstruktion gibt es diesmal nicht Viel zu sagen. Außer das ich zu dem mitgelieferten Befestigungmaterial zusätzlich Kabelschellen benutzt habe. Ich mag es einfach ein wenig ordentlicher.





Den Infrarotsensor habe ich einfach  durch die Kokusnusmatte gesteckt und von oben mit Heißleim befestigt.
Was noch wichtig zu erwähnen wäre das ist, das die originale Fernbedienung der größte Schrott ist der mir seit langem untergekommen ist. Die Tasten regieren zäh bis gar nicht, und man muss die Fernbedienung direkt Richtung Sensor halten. Ganz im Gegensatz zu L5. Die brauch funktioniert auch wenn sie flach auf dem Tisch liegt. Nach oben zu halten kann man sich schenken. Hier sollte man einfach die IR Codes auf eine lernfähige Fernbedienung übertragen. Das schont die Nerven. Sonst ist die LED Leiste absolut zu empfehlen.

Und dann habe ich mir noch einen kleinen Bock geschossen. Die zwei 13W Neonröhren sind zur Zeit nicht in Betrieb. Da ich nicht bedacht habe das sie gleichzeitig über die geschaltete Phase des Lichtschalters laufen. Nun ja. Entweder ich bekomme da irgendwie noch eine ungeschaltete Phase hin, oder ich suche mir eine zweite Möglichkeit die Neonröhre aus der Ferne zu bedienen. Nun ja kommt Zeit kommt Rat.

Sieht so aber schon mal optisch  recht ansprechend aus. Von den Farbtönen ist zum Filme schauen oder Musik hören eher die voreingestellten Farbtöne  zu empfehlen. Die Grundfarben Rot, Grün, Blau sind für die Augen schon ein wenig anstrengend.

Und so sieht es aus.......


In groß kommt es besser. ( siehe hier )

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Samstag, 19. Januar 2013

Nachhall Teil 2, der Deckenabsorber

Da der Nachhall für den zeitliche Wahrnehmung und eines akustischen Signals wichtig bedarf eine in einem guten Heimkino der besonderen Beachtung. Die Auflösung und Sprachverständlichkeit ist massgeblich davon Abhängig.

Nachhall
Aber was ist Nachhall eigentlich. Um den Begriff besser zu verstehen sollte man den Begriff Nachhalltzeit benutzen. Und da kommen wir dann auch schon an die Erklärung. Die Hachhallzeit ( siehe hier ) ist die Zeit, die ein plötzlich abreisendes Geräusch ( z.b. ein Klatschen in die Hände ) brauch um 60dB abzunehmen. Deshalb redet man auch von RT60 Messungen. Ideal sind Nachallzeiten von 0,25 -0,4 sek ab 200kHz aufwärts für Stereo. Bei Heimkino kann es einwenig mehr sein. Für Vorlesungsäle ( 0,6 -0,8 sek ) und Tonstudio's ( 0,3 sek ) gelten wieder andere Zeiten.

Der Deckenabsorber
Über diesen hab ich mir schon seit geraumer Zeit Gedanken gemacht. Über Gestaltung und ob er eher als Diffusor oder als Absorber wirken sollte. Die Tatsache das ich was am Nachhall tun musste machte die Entscheidung ihn als Hochtonabsorber zu bauen dann klar. Damit er sollte nur im Nachhall reduzieren. Um zu wissen man nimmt sollte man sich mit den verschiedenen Materialien beschäftigen, wie sie wir wirken, und zwar frequenzbezogen. Langfaserige Materialien wie Glas-und Steinwolle, schwere Stoffe eigenen sich für den Hochtonbereich. Da ich rein optisch bei braun,schwarz und weiß Tönen bleiben will, fiel mir im Baumarkt die Kokusnusfasermatten in Auge. Günstig, 1cm dick und vor allem langfaserig. nun brauchte ich nur noch eine Trägerkonstruktion. Sicherlich kann man auch Glas- oder Steinwolle nehmen aber aus gesundheitlichen Gründen ist der Aufwand um einiges höher. Beim Aussuchen der Gardinen fiel mein Blick das auf die Keihlrahmenleinwände, und die Idee war geboren.

1. innere Leinwand heraus schneiden und innen wieder fest tackern
2. Kokusfasermatte zuschneiden und ebenfalls fest tackern. ein Wenig weißer Rand überstehen zu lassen gefiehl mir dabei am besten.
3. Schraubösen, 4 Stück an der Zahl rein drehen, jeweils an Decke und Absorber
4. Mit Seilen Ketten oder Schnüren

Ich habe zu Zeit alles noch mit Kabelbinder befestigt, das es sich so am einfachsten justieren lässt. Später werde ich wahrscheinlich eine weiße Kette nehmen und im nicht sichtbaren unteren Bereich kleine weiße Kabelbinder.

Als zusätzliche Maßnahme habe ich alle kleinen Basotect Reststücke die ich so habe wild in den Absorber herein geworfen. Unterschiedliche Dicken und Größen. Somit wirkt er nicht nur im Ultrahochton absorbierend, sonder auch noch leicht diffusierend in den unteren Hochtonbereichen. Somit bleibt er durch Austauschen der Basotectanteile flexibel falls es die Messung bzw akustische Eindruck nötig macht.

Weiterhin habe ich bereits noch eine mit Infrarot bedienbare LED Leiste in den Absorber eingebaut, wie auf anderen Bildern zu sehen ist. Aber genug für heute... kommt auch noch.
 





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Mittwoch, 16. Januar 2013

Nachhall Teil1, die Gardinen


Nun endlich sieht  es etwas wohnlicher aus. Nach dem alles frisch gestrichen ( Vielen Dank an Daniel W. für die Hilfe ) ist machte ich mich daran die Halterungen für die Gardinen zu machen. Ich braucht einfach mehr Wandabstand als die Halterung hergibt. Wenn man schon 40% auf Gardinenstange und Halterung bekommt weil der Baumarkt dicht macht kann man nicht wählerisch sein.

























Der Wandabstand alleine durch die Halterungen war alleine wegen dem Heizungsregler zu wenig. Dazu kommt das ich mehr Platz hinter den Gardinen wegen diverser Maasnahmen brauche. Erstens wegen der Seitenabsorber und wegen dem was man noch nicht absehen kann.
Mit Akazienholz, wass vom Wohnzimmerschrank noch übrig war, schnitt ich kleine viereckige Holzplatten um zusätzliche 5,4 cm zu gewinnen. Liege somit bei ca 20 cm Wandabstand. Alle drei Brettchen sind miteinander verschraubt und verleimt, da durch den größeren Abstand mehr Zug ausgeübt wird. Außerdem traue ich solchen witzigen kleinen Schräubchen wie sie bei den Halterungen dabei sind eh nicht über den Weg.

Da auf beiden Seiten Gardinen sind war ein sauberes anzeichnen wichtig. Beide Seiten deshalb damit aus akustisch Gesichtspunkten alles Symetrisch ist. Der Schall, der durch die eine Gardine niccht absorbiert wird, stattdessen reflektiert, wird dann zur anderen geschickt u.s.w. Nicht zuletzt um Leitungen nicht an zu bohren. Die gegenüberliegende Verteilerdose ( Aussenwand im Flur ) hab ich mir auch eingezeichnet um absolut sicher zu gehen. Hab dann oberhalb gebohrt und mich vorher vergewissert das kein Kabel von der Dose nach oben geht.
Die eine Seite ging dann auch ganz fix, nur die andere Seite musste ich am anderen Tag machen da ich den großen Boschhammer von meinem Vater brauchte. So ein Betonstutz ist hartnäckig. Für die Seite am Fenster nahm ich kürzere und kleinere Schrauben und Dübel, da pures Beton mehr Halt gibt. 6er Dübel sollten reichen. Für die Mitte über dem Fenster nahm ich Spreitzdübel um im Rollladenkasten Halt zu bekommen.

Das erste Zwischenergebnis
Wie hier auf dem Bild zu sehen hängt auch schon der Deckendiffusor, dazu aber später mehr.
Der Hochton ist schon deutlich angesenkt. Die Hallzeit konnte ich zwar noch nicht messen, aber der Eindruck durch einfaches in die Hände klatschen bestätigt den Erfolg. 4 m auf 2,45 m Gardinen bringen Erfolg, aber wie schon gesagt, alleine nicht ausreichend. Am Freitag kommt dann der Teppich und ich kann den Deckendiffusor danach weiter anpassen. Das sollte reichen.
Wie auf der Messung zu sehen der Peak bei 32 Hz ist der Hauptraummode. Den werde ich mit 4 Helmholzabsorbern a 100 Liter Innenvolumen eliminieren.
Insgesamt kann ich aber mit dem Ergebnis zufrieden sein. Der Verlauf im Hoch- und Mitteltonbereich ist recht ordentlich.
Und morgen geht es dann weiter...



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Sonntag, 13. Januar 2013

Neuer Leser.

Da ich mich gestern tatsächlich davon abhalten konnte mit dem Streichen zu beginnen war mir langweilig. Also hab ich einfach was Anderes gemacht.

Der Blog hat einen neuen Leser.

Darf ich vorstellen.....Leo!


Samstag, 12. Januar 2013

Es geht voran...gipsen und streichen


Heute einfach mal einen kurzen Post ohne langen Text. Jetzt da ich endlich Urlaub habe geht es voran. Deshalb habe ich heute Morgen erst einmal angefangen die Löcher für die Sat- und Netzwerkkabel in der ganzen Wohnung zu vergipsen. Dies hier sind die Bilder nach den dem ersten Durchgang. Hab mich für schnell trocknenden Gips entschieden dann mit es weiter geht. Der normale ist besser, aber ich bin ungeduldig. :-)

 Diese Schrift an der Wand habe ich erst mal mit Schleifpapier bearbeitet. Weil es so ne Klebefolie ist die man aber trotzdem nicht ab bekommt. Durch das an schleifen ist der Kontrast nicht mehr so hoch und dadurch das es aufgeraut ist wird die Farbe auch besser halten.


































Nein gestrichen habe ich noch nicht, bin nur über die orangen Streifen und die Schrift drüber gegangen. Dann wird es morgen beim Hauptgang auch schön decken und nicht durch schimmern. Und ein zweites Mal wird mir hoffentlich erspart bleiben.
Konnte mich gerade noch so davon abhalten gleich mit Streichen zu beginnen. Wäre erstens für den Gips nicht gut und zweitens kommt morgen eh ein Freund der mir hilft. Aber die Tatsache das die Anlage nicht läuft stört mich. Na ja machmal brauch man halt Geduld......

Montag, 7. Januar 2013

Endstufen, Einschaltströme und Lösungen.


Wie ich schon in einem Post ( siehe hier ) geschrieben habe bestand das Problem mit einem zu hohen Einschaltstrom. Durch die neue Arcam Endstufe die immerhin 945 Watt hat ist dieses Problem neu aufgetreten. Zwar bin ich dadurch mit meinem Music Hall a25.2 und den 2 Alumni Subwoofer nun bei extremen 1285 Watt Sinus. Diese Geräte brauchen aber eine Netzleistung von ca 2880 Watt. Und das ohne TV, Sat-Receiver, AV-Vorstufe und allen anderen Kleinigkeiten. Bezogen auf den Netzstrom sind wir da bei 12,76 A. Da könnte denken das bei einem 16 A Automat keine Probleme auftreten sollten. Weit gefehlt.
Das Problem nennt sich Einschaltstrom. Da jedes Gerät im Einschaltmoment nicht nur die eigentliche Betriebspannung braucht sondern auch Spulen und Kondensatoren befeuern muss, kann bei Transformatoren und Schaltnetzteilen durchaus der 10 fache Strom fließen der für die eigentliche Maximalleitung nötig ist.
Die führt das der 16A B Automat bei jeden 2. oder 3. mal auslöst und ich zum Automatenkasten gehen muss. wichtig zu erwähnen ist, das dies immer öfters passieren wird. Denn durch das häufige auslösen verändert sich die Kennlinie des Automaten durch Verschleiß nach unten und man wird immer häufiger zum Automatenkasten laufen müssen. Irgendwann wird er dann komplett den Geist aufgeben. Außerdem ist es für die angeschlossenen Verbraucher auch nicht gut.


Wieso aber nur manchmal und nicht immer?
Dies ist schlichtweg Glück oder Pech. Da unsere Netzspannung eine 50 Hz Wechselspannung ist kommt es schlichtweg darauf an zu welchen Zeitpunkt wir die Geräte einschalten. Bei 50 Hz und 0,02 sec sind wir dem Zufall ausgeliefert. Und da gerade Spulen mit Kern bei Wechselspannungen noch hohe Einschalströme brauchen wird es besonders bitter. Magnetfelder müssen gesättigt werden ( Remanenz ; siehe hier ) und Elko's  (siehe hier ) müssen geladen werden. Und das brauch Strom.

Lösungen
Eine Möglichkeit ist es die Verbraucher nacheinander hinzu zu schalten. Am einfachsten mittels Zeitrelais oder von Hand. Dies ist aber nur ein herum doktoren an Symptomen und günstig sind ordentliche Leistungszeitrelais auch nicht.

Eine andere ist die Verwendung von herkömmlichen Sicherung wie man sie früher an der Stelle von Automaten werwendete, bzw. wie später zu sehen, als Absicherung des Fehlerstromschutzschalters ( FI, siehe hier ).
Da diese wesentlich träger im Auslöseverhalten sind wie gängige Automaten. Der Nachteil ist oft eine Umständlicher Umbau im Schaltschrank.

Der C Automat
Der im Haushalt gängige Automat ist der B Automat. Er verträgt das 4 bis 6 fache des Nennstromes über einen Zeitraum von ca 3-4 msec. Das bedeutet bei einem 16 A Automat 64 - 96 A. Klingt erst mal nach viel. Benutzt man aber gerne ein kleines Schweißgerät, Kreissäge oder einen großen Trennschleifer zeigt er einem schnell seine Grenzen.

Der C Automat reagiert zwar schneller lässt aber Einhaltströmen bis 160 A  ( bei einem 16 A Automat ) zu.
Oberhalb dieser Kurve kann der Automat auch auslösen, allerdings nur bei Thermischer Überhitzung wenn der Automat über eine eine längere Zeit vor seiner Leistunggrenze betrieben wird.

Also meinen Vater angerufen. Seines Zeichens Elektromeister. Den hier sollte klar gesagt sein.  

Finger vom Schaltkasten, es sei denn Mann ist vom Fach.

Erster Schritt. FI aus schalten und Vorsicherungen heraus drehen.
Zweiter Schritt Leistungsschutzsicherungen ausschalten.
Dritter Schritt. Meinen Vater sagen hören: "Welcher kranke Elektriker hat das gemacht? War wohl eher keiner.".

Denn....
1.Alle Leitungen vor den eigentlichen Automaten sollten 10mm2 nicht unterschreiten. Dies wurde also geändert.
2. Automaten auf denen nur 230 V steht sind nicht zugelassen. Nur 230V/400V. Dies wurde ebenfalls geändert.

Zum Schluß wurde dann der eigentliche B Automat gegen den C Automat getauscht. Beide 16 A.




Nun endlich kann ich meine Anlage einschalten und mir den Gang zum Schaltkasten sparen.

Noch ne interessante Sache....Klangmodul ( siehe hier ). Der audiophile Automat der mit erhöhten Leitwerten den Klang verbessern soll. Ob es so ist? Keine Ahnung? Es gibt Leute die sind davon überzeugt.




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Sonntag, 6. Januar 2013

Akustische Experimente

Da ich aus beruflichen Gründen einfach nicht zum Streichen komme, ist alles was ich zur Zeit mache provisorischer Natur. Der Teppich dürfte zwar nächste Woche kommen, was in Punkto Nachhallreduzierung ein weiterer Schritt ist. Aber dies als einzig ausreichende Maßnahme zu sehen wäre ein Irrtum. Die Zusätzlichen Gardinen werden sicher auch nicht ausreichend sein. Aber dies geht ja erst wenn alles frisch weiß ist. Ein Konzept für ein Deckensegel hab ich mir deshalb schon mal überlegt.

So sitze ich nun in meinem " unglaublich schönen" Wohnzimmer und behelfe ich mir nun damit überall Wolldecken an die Wand zu nageln bis ich alles optisch und akustisch in Einklang bringen kann.


Hier habe ich z.B. Basotect Reststücke auf den Wohnzimmerschrank gelegt.
An die Wände habe ich Stoff und Wolldecken genagelt und ein Fell auf den Boden gelegt. Alles kleine Tropfen auf den heißen Stein die auf schon mal angenehmere Höhen gebracht haben. Es klingt lange nicht mehr so spitz, so dass auch mal höhere Laustärken angenehmer zu hören sind.






 Nun zum eigentlichen Thema. In Bezug auf meinen Letzten Post 
. In dem ich auf Direkt - und Diffusschal eingegangen bin, einfach mal was Praktisches dazu.

Der seitliche Diffussschall.
Dieser ist maßgeblich dafür verantwortlich das die Auflösung, Ortsauflösung und Sprachverständlichkeit , speziell bei Stereo schlecht ist. An dieser Stelle nix zu tun ist schade da eine Menge Potential verschenkt wird.

Um den Punkt zu sehen wo ein Absorber oder Diffusor Sinn macht, hilft ein Spiegel. Entweder ein großer den man an die Wand stellen kann oder eine zweite Person die ihn an die Wand hält. Sitz man nun am Hörplatz ( Raummitte im Stereodreieck ) ist der richtige Platz für die Maßnahme dort wo sich der Lautsprecher im Spiegel darstellt.

Nun muss man nicht sofort in den Baumarkt rennen und wild beginnen etwas zu bauen.An diese Stelle einfach mal ein Keilrahmenbild, oder besser einen kleinen Teppich ist erst mal ausreichend. Jedenfalls um sich mal für 3 oder 4 CD's Zeit zu lassen, um heraus zu finden ob das alles nur hohles Gelaber eines dieser Nerds ist oder nicht. Wer sich wirklich darauf einlässt wird merken das es nicht so ist.
Den richtigen Aha Effekt wird aber sicherlich nur haben wenn man es anständig macht. Am Beispiel meiner Allium 45  ( siehe hier ) dessen Hochtöner bei 1,2 kHz zu den Tieftönern getrennt werden,  ist als nötige Wirkung durchaus mehr nötig. Sagen wir mal 3 cm Basotect oder 1,5 -2 cm komprimierte Glaswolle die aber dann ca 3 cm Wandabstand haben muß um eine ähnliche Wirkung erzielen.
Also kurz gesagt. Je besser die Maßnahme auf die Lautsprecher abgestimmt desto besser wird das Ergebnis.

So stehen bei mir jetzt auf der Fensterbank eine 10 cm Basotectplatte und hinter der roten Wolldecke links eine mit 5 cm. Nicht weil diese Dicken nötig wären, sondern weil sie gerade verfügbar waren.

Außerdem sollte an dieser Stelle gesagt sein. Vieles was in diesem Sektor passiert geschieht trotz lesen oder hantieren mit Meßmicrophonen nach dem Try and Error Prinzip. Nicht nur weil es keine Patentlösungen gibt, sondern  auch weil das Empfinden wann ein Klang angenehm ist, schlicht Geschmacksache ist.

Technische Daten und Richtlinien sind gut, aber zu seinem persönlichen Ergebnis kommt man nur durch experimentieren.



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