Samstag, 19. Januar 2013

Nachhall Teil 2, der Deckenabsorber

Da der Nachhall für den zeitliche Wahrnehmung und eines akustischen Signals wichtig bedarf eine in einem guten Heimkino der besonderen Beachtung. Die Auflösung und Sprachverständlichkeit ist massgeblich davon Abhängig.

Nachhall
Aber was ist Nachhall eigentlich. Um den Begriff besser zu verstehen sollte man den Begriff Nachhalltzeit benutzen. Und da kommen wir dann auch schon an die Erklärung. Die Hachhallzeit ( siehe hier ) ist die Zeit, die ein plötzlich abreisendes Geräusch ( z.b. ein Klatschen in die Hände ) brauch um 60dB abzunehmen. Deshalb redet man auch von RT60 Messungen. Ideal sind Nachallzeiten von 0,25 -0,4 sek ab 200kHz aufwärts für Stereo. Bei Heimkino kann es einwenig mehr sein. Für Vorlesungsäle ( 0,6 -0,8 sek ) und Tonstudio's ( 0,3 sek ) gelten wieder andere Zeiten.

Der Deckenabsorber
Über diesen hab ich mir schon seit geraumer Zeit Gedanken gemacht. Über Gestaltung und ob er eher als Diffusor oder als Absorber wirken sollte. Die Tatsache das ich was am Nachhall tun musste machte die Entscheidung ihn als Hochtonabsorber zu bauen dann klar. Damit er sollte nur im Nachhall reduzieren. Um zu wissen man nimmt sollte man sich mit den verschiedenen Materialien beschäftigen, wie sie wir wirken, und zwar frequenzbezogen. Langfaserige Materialien wie Glas-und Steinwolle, schwere Stoffe eigenen sich für den Hochtonbereich. Da ich rein optisch bei braun,schwarz und weiß Tönen bleiben will, fiel mir im Baumarkt die Kokusnusfasermatten in Auge. Günstig, 1cm dick und vor allem langfaserig. nun brauchte ich nur noch eine Trägerkonstruktion. Sicherlich kann man auch Glas- oder Steinwolle nehmen aber aus gesundheitlichen Gründen ist der Aufwand um einiges höher. Beim Aussuchen der Gardinen fiel mein Blick das auf die Keihlrahmenleinwände, und die Idee war geboren.

1. innere Leinwand heraus schneiden und innen wieder fest tackern
2. Kokusfasermatte zuschneiden und ebenfalls fest tackern. ein Wenig weißer Rand überstehen zu lassen gefiehl mir dabei am besten.
3. Schraubösen, 4 Stück an der Zahl rein drehen, jeweils an Decke und Absorber
4. Mit Seilen Ketten oder Schnüren

Ich habe zu Zeit alles noch mit Kabelbinder befestigt, das es sich so am einfachsten justieren lässt. Später werde ich wahrscheinlich eine weiße Kette nehmen und im nicht sichtbaren unteren Bereich kleine weiße Kabelbinder.

Als zusätzliche Maßnahme habe ich alle kleinen Basotect Reststücke die ich so habe wild in den Absorber herein geworfen. Unterschiedliche Dicken und Größen. Somit wirkt er nicht nur im Ultrahochton absorbierend, sonder auch noch leicht diffusierend in den unteren Hochtonbereichen. Somit bleibt er durch Austauschen der Basotectanteile flexibel falls es die Messung bzw akustische Eindruck nötig macht.

Weiterhin habe ich bereits noch eine mit Infrarot bedienbare LED Leiste in den Absorber eingebaut, wie auf anderen Bildern zu sehen ist. Aber genug für heute... kommt auch noch.
 





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Kommentare:

  1. Wirklich seh schick geworden! Was für LEDs hast du denn da verbaut?
    Kann man statt einder Steckdose für die LEDs auch einfach so die Stromkabel bspw. Für eine Deckenlampe nehmen oder muss man da etwas beachten?

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  2. Eine klebare LED Leiste wie es sie bei amazon oder im Baumarkt gibt. Grundsätzlich kann man jede Beleuchtung nehmen. Es muss gefallen und einigermaßen homogen abstrahlen. Wicht ist nur zu beachten das es im Zusammenhang mit den Materialien des Absorbers auf die Wärmeentwicklung zu achten. Also den Flammpunkt.

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    1. ok, vielen Dank für deine Antwort!

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