Sonntag, 14. April 2013

Allium 45: Die Chassis

Nun endlich geht es mit meinen selbst gebauten Frontlautsprechern weiter. Auch wenn diese schon längst fertig sind. Wie einige bereits wissen handelt es sich dabei um ein 2 Wege Konzept mit mehreren Schichten Biegesperrholz Außenwand mit MDF Innenverstrebung ( siehe hier ).

Der Hochtöner: Hifi Zenit S28 MKII

Der S28 ist eine Eigenentwicklung von Hifi Zenit aus Neukirchen / Saar. Eine Entwicklung die Nichts mit dem zu tun hat was sich sonst auf dem Markt finden lässt. Der S28 besitzt ein eigenes Koppelvolumen mit einem Antrieb aus 6 Neodymmagneten, komplett aus nicht magnetischen Edelstahl. Durch die 28mm Gewebekalotte und das eigene Koppelvolumen sind Trennfrequenzen bis 800Hz möglich. Wenn auch nicht immer sinnvoll. Eine Tatsache die ihres Gleichen sucht. Durch die Zentrahlbohrung und die frei liegenden Antriebsmagnete hat man sich die eine Luftspaltkammer und die damit dort auftretende Resonanzen schlichtweg gespart. Durch zusätzliches  Dämpfungsmaterial im Koppelvolumen wird das Resonanzverhalten weiter verbessert. Die Einzelteile des S28 werden zwar extern produziert, sind aber alles andere als von der Stange. Hier ist alles Sonderanfertigungen. Der Zusammenbau und Abstimmung erfolgt selbst. Erst wenn der Hochtöner abgestimmt, eingespielt und den gewünschten Vorgaben entspricht wird er ausgeliefert oder in die jeweiligen Lautsprechergehäuse oder KFZ eingebaut.
Ja auch in Auto's. Da Hifi Zenit nicht nur Chassis produziert, Lautsprecher entwickelt, Elektrostaten ( für Kunden von Schottland bis Neuseeland ) restauriert, sondern auch im Car Audiobereich eine Größe ist, gibt es auch eine Hifi Version des S28. Der Wesentlichste Unterschied zu Hifi Version ist das geringere Koppelvolumen, da im KFZ oft nicht genug Platz ist. Dies hat zur Folge das die Trennfrequenz höher ist. Wer dort aber etwas vergleichbares sucht wird ebenfalls Probleme haben.
Während bei der Vorgängerversion die S28 von der Zeitung Hifitest ( siehe hier ) als Einziges die 83 dB Wirkungsgrad als enttäuschend bezeichnet wurde, liegt dieser nun bei 87,5 dB. Aber  diese 4,5 dB, im Vergleich zu Hochtöner aus der Massenproduktion, als Manko zu bezeichnen ist wirklich Verschwendung von Druckerschwärze. Trotzdem lautete das Urteil " Sehr gut". Die Steigerung auf 87,5 dB hat nämlich nur zur Folge das der Höchtöner auf der Frequenzweiche noch weiter abgesenkt werden muss wie vorher. Mehr nicht.Wesentliche Unterschiede zum Vorgänger Typ ( abgesehen vom größeren Koppelvolumen )  sind stärkere Neodymmagnete, und ein stärker dimensioniertes Polstück, sowie das nicht magnetisches Edelstahl anstatt Aluminium. Außerdem konnte durch diese mechanische Änderungen der Klirrfaktor über 1 kHz deutlich reduziert werden. Der K2 Klirr bei einem Referenzpegel von 95 dB sogar um 60 %. Auch wenn der S28 nun einen höheren Wirkungsgrad besitzt, liegen seine Stärken eindeutig im Klang der auch mit 83dB seines Gleichen sucht.
Die Frontplatten für den S28 werden speziell angepasst. Für den Hifibereich, wie auch in meinem Fall, wird meist eine 110mm Frontplatte genutzt. Allerdings sind die Größen in einem gewissen Rahmen optional. Da wie schon gesagt. Hier ist Nichts von der Stange.


 Der Tieftöner: Scan Speak 18w4531 Revelater

Der Scan Speak Tieftöner ( siehe hier ), der vom Hersteller als Midwoofer bezeichnet wird, ist eigentlich ein waschechter Tieftöner der so manchen Subwoofer alt aussehen lässt. Auch wenn er zum Bau eines Subwoofer nicht die erste Wahl ist, würde er eine gute Figur machen. Dies kann ich schon allein dadurch sehen, daß ich meine Subwoofer im Surroundbetrieb nur noch leicht mitlaufen lassen muss. Im Stereo Pure direct Modus besteht kein Bedarf. Der Wirkungsgrad ist in jedem Fall höher wie die Chassis meiner zwei Mordaunt Short Alumni 9 Subwoofer. Der enorme Tiefang ist beeindruckend.
Die Freiluftperformance der unteren Resonanzfrequenz von 33Hz von 80 dB und 85dB bei 40 Hz sprechen ein klare Sprache. Außerdem ist ein exzellenter Mittelton bis 3kHz zu erwarten, der in meinem Fall durch den S28 ab 1,2 kHz abgedeckt wird.
Die 18 cm Membran des 4531 ist eine beschichtete Papiermenbran und im Gegensatz zum 18w8443 Revelater keine 8Ohm Version sondern eine 4 Ohm Variante.









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Sonntag, 7. April 2013

Das alte Wohnzimmerkino / Die Anfänge und Zusammenfassung

Wie man in dem neuen Inhaltsverzeichnis sehen kann, sind dort eine Menge alter Geräte aufgeführt die so nicht nicht mehr vorhanden sind, oder teilweise anders genutzt werden.
Aus diesem Grund möchte ich einige Ausschnitte aus aus den Anfangskonfigurationen und den alten Raumverhältnissen zeigen.

Der alte alte Raum hatte ein wesentlichen Nachteil. Es war nur eine asymmetrische Aufstellung des Systems möglich, was die Qualität erheblich beeinflusst ( siehe hier)  hat.


Der Anfang

Aus dieser Zeit fehlen mir einige Fotos, deshalb ist teilweise nur Text möglich.Gestartet habe ich mit einigen Familienerbstücken. Da war ein Denon CD Player und ein Stereo Denon  Receiver. Beides irgendwann in 90er relativ gute Sachen, wenn auch weit entfernt von High End Sektor. Außerdem ein Paar Telefunken "Klangboxen " TL 500 ( siehe hier ) und ein Paar Telefunken TL 600 ( siehe hier ) . Beides ebenfalls Erbstücke von meinem Vater und Opa. 70er Jahre Lautsprecher die damals ganz ansehnlich waren. Wobei ich die TL 600 auch heute noch jedem Bose System vorziehen würde. Die Lautsprecher waren damals Qualität und sind es auch heute noch. Gebraucht sind sie für ca 30 Euro das Paar zu bekommen.
Als erstes kaufte ich mir neben dem Denon AVR-1910 ( siehe hier ) eine Moudaunt Short Aviano 5 Center. Die ich diesen Monat übrigens gegen eine Dynaudio Focus 210 C ( siehe hier ) austauschen werde. Das wird ne Hausnummer.  :-)))))
Als dann kamen die Mordaunt Short Mezzo 2 ( siehe hier ). Aviano und Mezzo wurden beide modifiziert, was heißt das Frequenzweiche, Dämmung und Membrane bearbeitet wurden. Aber nicht einfach mal so, sondern immer unter Kontrolle eines Messsystems um den Frequenzverlauf zu optimieren. Damit war der Einstieg  in die obere Mittelklasse, zu mindestens im Stereosegment, auf jeden Fall gelungen.

Ab da wurden die TL 600 als Rear genutzt und ständig von vorne nach hinten hin und her gestellt. Die Ständer dafür waren eine Holzplatte und drei Tischbeine. Der Nächste Schritt waren dann die Granitplatten für die Mezzo's.

Das alles war dann aber schnell ausgereizt und es musste was grundlegendes passieren. Ambilight und der neue Wohnzimmerschrank ( siehe hier ). Denn dieser TV war kein Ambilight-TV und hängt jetzt im Schlafzimmer an der Wand ( siehe hier ). Als das erledigt war ging ich an die Verstärker und Subwoofer. Ein paar Mordaunt Short Alumni 9 Subbwoofer ( siehe hier ). Dann wollte ich schlichweg nicht akzeptieren das mein Denon AV Receiver keine Pre outs hat und änderte dies kurzer Hand ( siehe hier ). Nun war der Weg frei ein konsequentes Vor-Endstufenkonzept aufzubauen. Als Stereoendstufe kam ein Music Hall a25.2  ( siehe hier ) Stereoverstärker mit nachträglich eingebauten Endstufeneingängen. Und zwei NAD Endstufen vom Gebrauchtmarkt. NAD 902 ( siehe hier ), NAD 2155 ( siehe hier ). Die Rear wurden zwischenzeitlich durch Mordaunt Short Alumni 2 ( siehe ) ersetzt. Der hier noch zu sehende PC ( mit 8 USB Festplatten, ca 20 Terabyte ) hab ich abgebaut. Da ich an einem gewissen Qualitätspunkt angekommen war, verging mir bei mp3 und Mpeg4 sowie DivX Formate die Lust am Musik hören und Filme schauen. Da ich mir dann auch ein iPad zu legte war die Notwendigkeit eines PC im Wohnzimmer eh gegessen.Der Tag an dem mir das iPad an den Finger anwächst wird kommen. Ich weis es. Der alte Denon CD Player wurde gegen einen NAD C 515 BEE  ( siehe hier ) eingetauscht.

Aber jetzt.....

Dank der Unterstützung von Hifi Zenit ( dem Händler meines Vertrauen ) würde es richtig professionell. Ich wagte mich an den Lautsprecherbau. ( siehe hier ). Zuerst das Probekonzept Allium 9 ( siehe hier )  die meine heutigen Rear sind und dann, das eigentliche Ziel. Meine Allium 45 Frontlautsprecher die in der Qualität mit einer Dynaudio Contour 1.4 ( siehe hier ) vergleichbar sind, und wegen ihrer Tieftöner meine Subwoofer wie Spielzeug aussehen lassen.

So wer nun wissen will wie es danach weiter ging.........

Hier geht's weiter...

Mittwoch, 3. April 2013

Quellen und Möglichkeiten der Informationsbeschaffung

Um sich mit dem Thema Hifi und Heimkino zu beschäftigen ist es nicht nötig dicke und Massen von Bücher zu lesen. Ich persönlich neige zu selektiven Informationbeschaffung. Einem Thema gehe ich dabei am liebsten aus mehreren Quellen an. Wikipedia ist zum Beispiel gut aber trauen sollte man nur den unten stehen Quellenangaben. Nehme ich da nur das Thema Strahlentherapie oder Röntgendiagnostik, was nun mal mein Beruf ist, und schaue mir die passenden Seiten auf Wikipedia an so ist nicht alles so ganz richtig.

Ich ziehe grundsätzlich wissenschaftliche Abhandlung von Universitäten, Physikern, Akustiker anderen Quellen vor. Dabei sollte man sich nicht davon abschrecken lassen das man nicht alles versteht und vieles stark ins Detail geht. Ich verstehe auch nicht alles.

Zeitungen und Video's

Grundsätzlich ist bei Zeitungen doch Unterschiede zu machen. Audio/Video Bild ist ebenso zu vergessen die richtige Bild für den Alltag. Oberflächlicher Nonsense für den Typ Media Markt Kunde.
Auch wenn ich ein Abo von Hifi Test und den im Paket befindlichen anderen Zeitungen besitze nutze ich meist die online Pendants.
areadvd.de ist eine empfehlenswerte Seite. Nicht nur wegen der Geräte Tests sondern auch wegen Spezials wie das. Das einmal grundsätzliches klar stellt wie z.B. das Stereo Stereo ist und zwar nur in Pure Direct und nicht mit Neo6 und oder anderen Matrix Kodierungen vergewaltigt werden sollten.
Außerdem interessant sind Video Test bei dem es einem prinzipiell nicht immer um den eigentlichen Subwoofer gehen. In diesem Video geht es zwar um einen Sunfire SDS 12, schaut man sich aber das Video wirklich aufmerksam an, hat man anschließend viel über Subwoofer gelernt. Man weiß was ein Aktiv-Passiv Aufbau ist und worauf es bei Subwoofern allgemein ankommt. Nun ist es schlichtweg einfacher nach weiteren Informationen zu Suchen. Grundsätzlich sind Video in denen Geräte geöffnet und an ein Messgerät angeschlossen werden, dem üblichen Marketing Laber Rhabarber vorzuziehen.
Weitere gute Zeitungen:
www.audio.de
www.stereo.de
www.hifitest.de
www.einsnull-magazin.de
www.av-magazin.de

Aber Obacht.....nur weil ein Gerät in einem Test gut abgeschnitten hält es nicht unbedingt auch das was versprochen wird. Gerade dann wenn es nur beschrieben wird und keinerlei selbst erstellten Kurven oder Messwerte auftauchen. Und vielleicht darf die Zeitung die Geräte behalten und ist deshalb ein wenig positiver eingestellt? Ein Test sagt gar nix....

Raumakustik

www.poisonnuke.de
Seite eines Akustikers mit fundierten und anschaulichen Beschreibungen rund um Heimkino, Akustik und Lautsprechern

hifi-alt.de/uploads/files/raumakustik.pdf
Umfassendes aber anschauliches Script zum diesem Thema

www.youngbloodstudios.de/image/Facharbeit.pdf
Facharbeit zum Thema Akustik in Regieräumen. Da viele professionelle Arbeiten von Toningenieuren gemacht sind, handeln auch viele von Ton oder Regieräumen. Auch wenn dies nicht direkt das Thema Stereoraum oder Heimkino behandelt, bedienen sie sich der selben Hilfsmittel wie sie in Heimkinos genutzt werden.

 www.mh-audio.nl
Umfangreiche englischsprachige Seite zum Thema Akustik und Lautsprecher mit einer großen Auswahl an Online Rechnern

www.wvier.de
Seite über Raumakustik mit reichlicher Dokumentation

Lautsprecher

Ob ich Lautsprecher bauen will oder einfach nur etwas über sie wissen oder lernen will. Der Weg der Informationbeschaffung ist oft ähnlich. Grundsätzlich bietet jeder nahmhafte Lautsprecherhersteller auch eine Dokumentation wie Lautsprecher aufzustellen sind.

intern.ipv.uni-stuttgart.dehttp://intern.ipv.uni-stuttgart.de/content/web4/vortraege/Lautsprecher.pdf
PDF der Uni Stuttgart zum Thema Lautsprecherarten

www.lautsprecherbau.de
Ist eine Seite in der es um Lautsprecherbau von fertigen Bausätzen geht. Diese gehört zum Intertechnik Vertrieb.

www.lautsprechershop.de
Ist ein Vertrieb von Lautsprecherbausätzen und Zubehör, bietet aber zusätzliche diverse Rechner zum entwerfen Eigener.

www.lautsprecher-selber-bauen.de
Eine Seite die nicht nur den Weg zum eigenen Lautsprecher beschreibt, sondern auch grundlegendes Wissen vermittelt die man auch so gebrauchen kann.

Ebenfalls bietet nahezu jeder Hersteller von Lautsprecherchassis auch eigene Konzepte an. So z.B. Scan Speak

Grundsätzliches

Googeln ist Grundvoraussetzung. Foren benutze ich eher ungern. Halt eben nur wenn es unbedingt sein muss. Es gibt wenige gute Foren mit guten Leuten.
Informationen z.B. zu Diffusoren finde ich schlicht bei Herstellern von Diffusoren. Da sollte man immer die technischen Datenblätter nehmen. Sind keine vorhanden. Seite schließen und weiter suchen.


Grundsätzlich kann man sich alle nötigen Informationen beschaffen. Wichtig ist nur der richtige Weg und die Frage ob es mir die Mühe wert ist. Alles andere sind Ausreden.

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