Sonntag, 24. November 2013

Ambilight Heimkino entsteht neu... und diesmal richtig

Oh ja. Kaum ein Jahr und wieder mach ich alles neu. Zwar noch nicht dieses Jahr aber nächstes Jahr geht es los. Nach 13 Jahren ziehe ich zurück in mein Elternhaus wo mir eine Wohnung einrichten kann, dabei eine ordentliche Werkstatt vor finde, und einen Raum in dem ich eine Heimkino auf ziehen kann wie es sein soll. Konsequent von der Schallisolierung bis Aufstellung der Lautsprecher. Inklusive 21:9 Cinemascope Leinwand.

Doch zuerst bin ich mit meinem Vater beschäftigt meine Wohnung zu renovieren. Der komplette 100 Jahre alte Boden hält uns schon ne ganze Woche auf Trab. Holzbalken mit gefüllten Zwischenräumen aus Lehm, Stroh, Hüttenschlacke und alles, ja wirklich alles was man damals so herum fliegen hatte. 5m3 auf bisher 30m2 Boden. Aber mit der Vorstellung eine Wohnung so zu machen wie man es möchte macht auch das Spaß wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat alles Eimer für Eimer herunter zu tragen. Denn selbst mit einem Fallrohr entsteht eine Nebelwand die es in sich hat.

Nach dem dann diese, inklusive Netzwerk Cat 7 Verkabelung, fertig ist geht es ans darüber gelegene Heimkino.

Die Lage:
Diese wird in der 3. Etage sein, was wesentliche Vorteile mit sich bringt. Da die Wohnung unterhalb meine ist, ist der Abstand zu der meiner Eltern groß genug. Darüber befindet sich nur ein leeres Dach mit Gasheizung. Lediglich nach links zur Nachbarin und rechts muss vom Schallschutz her was getan werden. Aber dazu später mehr.

Die Aufteilung und Dachschrägen:
Das Kino wird einen separaten Technikraum erhalten in der die Player und Vorstufen ruhiger stehen und somit eine bessere Performance bieten. Außerdem wird der Raum symmetrisch da in einer Richtung eine Teildachschräge vorhanden ist. Die andere Seite besitzt eine volle Dachschräge ab einer Höhe von 60cm. Die bietet akustische Vorteile. Raummoden werden maßgeblich entschärft. Diese wird durch eine 3m Cinemascope Leinwand abgedeckt ( zu sehen am Beispiel )

Raumkonzept.
Die Gestaltung des Raumes erfolgt nach folgenden Prioritäten:

1. Akustik ( Stereo optimiert, dann Surround 7.2 )
2. Bildqualität ( 2D optimiert, 3D nicht geplant )
3. Optik

Andere Prioritäten wird es nicht geben. Dinge die dies nicht förden oder stören auch nicht. z.B. Movie Props oder Popkorn im Raum.

Lautsprecheraufstellung
Die Aufstellung der Lautsprecher gibt die Planung des gesamten Raumes vor.  Das Stereodreieck ist die Basis. Die Front erhält seitliche Wandabstände von min 70cm und Rückwärtig 3/16 der Raumlänge ( bezogen auf die Front der Lautsprecher ). Ein Konzept das ich bereits in meinem jetzigen Raum umgesetzt habe und sich bewährt hat.
Die Positionierung hinter der Leinwand bietet wesentlich Vorteile wenn man konsequent vor geht. Dabei ist zu beachten das selbst wenn man eine akustisch durchlässige Leinwand nimmt in jedem Fall mit Hochtonverlusten zu rechnen ist. Was bedeutet das die Frequenzweiche dahingehend abgeändert werden muss. Dies bietet aber auch gleichzeit die Möglichkeit Raummoden erst gar nicht entstehen zu lassen. Was bedeutet das man die Lautsprecher nicht nur linear abstimmt, sondern auch komplett auf den Raum und das Gehör des Besitzers. Die wird im Zusammen mit Hifi Zenit auch passieren.
Was die Subwofer betrifft wird eine DSP angeschafft. Keine die im Heimkinosektor bekannt ist sondern im Car Hifi Segment. Eine Mosconi Gladen 4 Kanal DSP ( siehe hier ). Diese bietet Möglichkeiten die keine mir bekannte Heimkino DSP bietet. Und schon gar nicht zu dem Preis. 30 frei wählbare parametrische Equalizer ( in Lage und Bandbreite ). Schaltet man pro Subwoofer zwei Kanäle in Reihe oder legt zwei Bänder in auf die selbe Frequenz sind Korrekturen von +/- 20 dB möglich.

Raumakustik
Die Raumakustik erfolgt nach dem LEDE Prinzip. ( Live End Dead End, Siehe hier ). Ein Konzept das ich ebenfalls in meinem jetzigen Raum erfolgreich umgesetzt habe und einen sehr lebendigen und dynamischen Hörgenuß gewährleisten. Es führt nicht nur dazu das hohe Lautstärken umsetzbar sind, es führt auch dazu das das man dazu geringere Leistungspegel aufbringen muss. Ein Konzept das auch von den Fairland Studios ( siehe hier ) umgesetzt wird. Mit übrigens sehr ansehnlichen optischen Ergebnissen.
Was die Schalldämmung betrifft ist eine schwimmender Etrisch geplant und eine Regips Doppelwandaufbau mit Diamantplatten. Dadurch sind Schalldämmungen möglich die bis zu 66 dB schlucken.

So das soll erst mal genug sein. Wenn es denn los geht werde auf jeden Fall mehr in die Details gehen. Und außerdem sind viele Kleinigkeiten noch offen. Was wieder mal Zeigt.


Planung ist Alles

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Sonntag, 10. November 2013

Warum Lautstärke nicht weh tun muss.


Jedes Mal wenn ich jemanden der nix mit diesem Hobby zu tun hat, etwas von meinem Wohnzimmerkino erzähle stoße ich auf die selben Vorurteile. Vor allem das Lautstärke immer mit Schmerzen verbunden sein muss. Das die Ohren irgendwann piepen und weh tun müssen. Und warum ist das so. Weil die meisten es nicht anders kennen.
100 dB sind nicht 100 dB. Wichtig ist wie sie zu Stande kommen. Eine Lautstärkemessung ist immer ein Mittelwert vieler Lautstärken über das gesamte Frequenzbild ( meist 20Hz bis 20kHz ).
Die zwei gelben Kurven zeigen es eigentlich sehr schön. Es handelt sich damit um Frequenzaufsummierungen einmal in meinem Raum und einmal in einer großen ( akustisch unoptimiert ) in der eine Disco statt fand. Richtiger wäre dies natürlich mit einem Vergleichsmessung mittels weißem Rauschen. das war aber nicht so einfach zu realisieren.
Was man sieht ist das beide sehr ähnliche Gesamtpegel haben, die Verläufe aber unterschiedlich. Während oben kein einziger Punkt über 90 dB ( 10dB unter Mittelwert ) ist dies unten nicht der Fall. Hier sind es bei 20-60 Hz ca. 30-40 dB mehr. Unter Berücksichtigung das es unten nicht genau 100 db sind, könnte es bei 20 bis 30 Hz sogar fast an die 100 dB kommen. Während im Hochton ab 2 kHz ca. 20-30 dB fehlen. Dieser Verlauf ist also sehr unausgeglichen und basslastig.Außerdem sollte folgendes bedacht werden. Die obere Messungen fand in einem 20 m2 Raum statt, die untere in einem Raum um die 200m2. Die Raumgröße spielt also überhaupt keine Rolle wie laut es sein darf, lediglich die Qualität entscheidet.

Auch wenn viele dies nicht wissen handeln wir alle trotzdem danach. Verabredet man sich mit Freunden und verhandelt über das Lokal in dem man sich treffen will, fallen oft Aussagen wie: " Treffen wir uns dort, da ist ist es gemütlicher." Damit ist meist weniger gemeint das dort super bequeme Sitzgelegenheiten sind. Nein meist verbindet man mit gemütlich unterbewusst andere Dinge. Ein Lokal mit großen schallenerden Räumen oder Nebenräumen aus denen man jedes Gespräch mithören kann, gehören hier nicht dazu. Diese bezeichnet man eher als ungemütlich und hektisch. Einen Umstand der in gehobenen Gastronomie ( siehe hier ) oft erkannt wird, aber bei kleineren eher Zufall ist. Auch in der Architektur stellt die Akustik eine bekannte Größe dar, die das Wohlbefinden steigert.( siehe hier ) Und dies ist nur ein Beispiel.
Die Krönung dessen ist eine Disco in Saarbrücken in die öfters ging. Viele meiner Bekannten bezeichnen sie als gemütlicher und nicht so laut wie die anderen. Tatsächlich ist es dort genau so laut wie in den anderen. Ich habe es verglichen. ;-) Die Lösung ist schlichtweg das das Gebäude ans sich rund ist. Hier entstehen kaum Raummoden. Hier dröhnt es nahezu gar nicht. Erst wenn man in den Nebendisco geht, die wieder rechteckig ist, ist das Dröhnen wieder da.

Das gleiche Prinzip findet man in öffentlichen Kino's. Diese sind meist mehr auf finanzielle Effizienz getrimmt. Je mehr Sitzplätze rein gehen desto besser. Die raumaukustische Gestaltung wird oft vernachlässigt. Die drückt sich dann auch in teilweise massiven Bassüberhöhungen aus. Oftmals grenzt es meiner Meinung an Körperverletzung die man dann auch noch bezahlen muss. Hier wird oft sehr viel Potential verschenkt und führt auch oft dazu das viele weniger oft ins Kino gehen. Mit der Begründung das Kino zu laut ist. Dabei ist es einfach nur schlecht. Eine richtige Planung des Raumes oder eine Anschaffung einer passend DSP würde hier Abhilfe schaffen, und Kino zu dem machen was es sein sollte.

Genuss.

Wieder mal ein kleines Video. Dieses Video habe ich vor ca zwei Monaten aufgenommen als meine Vermieter nicht da waren. Also in richtiger Kinolaustärke.Eine Szene aus Resident Evil 4 in einem Mittel von 100 dB. Auch wenn die Aufnahme mit Iphone nicht die Wirklichkeit transportieren hört man kleine Geräusche auch sehr plastisch.

Abschließend sollte gesagt sein. Bei entsprechender Aufstellung und raumakustischer Optimierung ist Heimkino mit landläufig überhöhten Pegeln möglich ohne das es unangenehm wird. Lediglich eine ermüden der Ohren tritt ein. Nicht die Gesamtlautstärke entscheidet sondern die Qualität des Signals und die maximalen Einzelpegel.
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Freitag, 8. November 2013

Seitenblick Teil 2 : Thilo's Filminsiders Lounge

Heute gehen wir das Thema Heimkino mal von einer ganz anderen Seite an. Während bei mir das Bild aber vor allem der Klang im Vordergrund steht, hat sich Thilo eine andere Leidenschaft zum Ziel gemacht.
Thilo geht es um den Film selbst. Requisiten, die Geschichte und Entstehung des Filmes.
Dies merkt man nicht nur wenn man schon den Flur seines Hauses betritt und schon dort von einem Stormtrooper in Echtgröße begrüßt wird, sondern zieht sich über den ganzen Besuch hindurch. Man wird von der schieren Anzahl von Requisiten erschlagen.

Sein Heimkino, nein sein gesamtes Haus, ist eine riesige Sammlung. Selbst nach mehreren Stunden findet man immer noch Details die man bewundern kann. Und wer denkt das wäre alles der irrt sich. Zu jedem Teil gibt es auch eine Menge zu erzählen. Sei es zur seinen originalen Filmrequisiten aus Minority Report, dem selbst gebauten Ghostbustersanzug inklusive Treffen mit Ernie Hudson und passenden Autogramm. Und auch wenn diese Geisterfalle nicht selbst gebaut ist, sondern gekauft, zeigt sie Thilo's Begeisterung.


Zu allem gibt es die passende Geschichte. Das selbst gebaute Ghostbusters Proton Pack ist an sich schon interessant. Interessanter finde ich das Wissen um den Aufbau des Originalen aus dem Film anhand dessen Thilo seine Version gebaut.
Und was Thilo nicht selber baut, das wird auch gern mal umgebaut. Wenn z.B. ein Helm als Replike nicht blinkt, im Film tut er es aber doch, dann wird er von Thilo zum bklinken gebracht. Das ist eine Konsequenz nach meinem Geschmack.
Auch schwierige und Detailverliebte Projekte wie eine Replike der Bundeslande aus Indiana Jones zu bauen ist Thilo angegangen. Ein Langzeitprojekt dem er sich verschrieben hat und hier Perfektion über Schnelligkeit stellt.

Beeindruckend ist auch die Anzahl der Requisiten und Props was die Star Wars Filme betrifft. Neben dem Stormtrooper besitzt er auch einen lebensgroßen Darth Vader und unzählige Kleinrepliken. Vieles davon in in mühseliger Kleinarbeit selber gebaut oder umgebaut.


Der Besuch bei Thilo war echt ein Erlebnis. Gerade die vielen Props aus der Star Wars Reihe erinnerten mich an die Zeit als Kind. Erster VHS Rekorder im Haus und mein Vater kam mit Krieg der Sterne aus der Videotheke. Fast wie Weinachten.

Auch wenn Thilo Raum nicht auf optimales Heimkino ausgelegt ist braucht er sich keines Wegs zu verstecken. Einen Umstand den er selber nicht so ganz glaubt. Denn er befindet mit Ausstattung auf einem gehobenen Niveau.


Verstärker:
Denon AVR 2807 ( siehe hier )

Lautsprecher:
Front: Dali Concept 8
Center: Concept
Suround: 4 xMission M7 ds
Subwoofer: Klipsch KSW 12

Beamer:
Epson EH-TW 5500

Player:
- Laserdics: Pioneer CLD-D515
- PlayStation 3

Lichsteuerung:
Lightmanager Mini Pro von JB Media
Logitech PS 3 Fernbedienung

Wie hier zu sehen ist, ist Thilo's Technik zwar nicht auf dem neusten Stand, dafür aber grundsolide. Der Denon z.B.unterstützt zwar nicht die neusten Formate, bietet aber richtig gutes Bild und Ton. Schon über 7 Jahre alt ( damals ca 1100 Euro Listenpreis ) bekommt man ihn heute schon gebraucht für unter 300 Euro. Damals schon alles Andere als schlecht, stellt er auch heute noch manchen ARV in den Schatten. Vor allem Neugeräte die es heute für 300 Euro gibt haben keine Chanche. Wenn auf den neusten Schickschnack verzichten kann.

Dahin gehend verfolgt Thilo die Taktik alt, gebracht aber solide. Was sich auch in seiner Vorliebe für Laserdic ausdrückt. Er erzielt damit ein Ergebnis was weit über dem ist, was sich ansonsten in deutschen Wohnzimmern findet. Mit einigen kleinen Einstellungen im Menü des Denon konnten wir die Anlage ein weiteres Stück voran bringen. Ein wenig den Subwoofer umpositioniert und ne Steinplatte drunter, führte dazu das wir den Passpegel anheben konnten. Und deutlich präziser klingend wie vorher. Und auch wenn das nicht Thilo's Grundidee war, die vielen Requisiten im Kino wirken äußerst diffusierend und erzeugen ein angenehmes Klangbild. So kann es gehen. Auch unter dem Ziel das Kino so zu erhalten lässt sich noch einiges klanglich verbessern. Thilo und ich bleiben dran.

 Mehr Info's auf Thilo's Webseite. www.filminsider.de

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Donnerstag, 7. November 2013

Subwoofer mit voller Leistung kontrollieren


Schaut man sich das Bedienfeld seines Subwoofers an findet man neben der Einstellung für die Phase und evtl. einer für Trennfrequenzen auch eine für die Lautstärke. Doch wer denkt das es dabei um die Steuerung des Eingangssignals handelt, der irrt sich. Hierbei handelt es sich um eine so genannte Gegenkoppelung. Die Leistung des Subwoofermoduls wird dabei gedrosselt. Während in einem Verstärker mit Vor- und Endstufe die Gesamtleistung über die Drosselung des Vorstufensignal geregelt wird ( die Endstufe läuft dabei auf ihrer vollen Leistung ), funktioniert dies bei Subwoofer nicht so strukturiert. Was soviel bedeutet das die Empfindlichkeit des Subwoofers geregelt wird. Dies ist auch schwer anders zu machen da Subwoofer durch ihre unterschiedlichen Leistungen und Aufbau auch unterschiedlich empfindlich reagieren. Deshalb diese Regelung.
Doch möchte ich mehr aus meinem Subwoofer heraus solltet der Potentiometer auf Vollanschlag stehen. Die Vorteile liegen auf der Hand:
– Mehr Leistung–
– Mehr Dynamik
– Präziserer Antrieb
– Weniger Cliping ( Verzerrungen )
– weniger Klangverluste durch die Schleifkontakte des Potentiometer
– Membrane schlagen weniger bis nicht mehr am
 
 Das Problem ist nur das mit den Regelungsnmöglichkeiten des AV Reveiver das Eingangssignal immer zu hoch ist als das sich diese Leistung kontrollieren ließe. Gerade dann wenn es sich um potente Subwoofer handelt. Und selbst wenn...sind die Regelungsbereiche so gering das es keine zufrieden stellende Ergebnisse bringt. Was also tun....?

Wenn das Ausgangssignal immer noch zu groß ist, dann muss eben noch ein Widerstand davor. So mein Gedanke. Aber welcher. Man müsste den Wert des im Subwoofermoduls einbauten Poti wissen. Doch den konnte ich, bedingt durch den Aufbau nicht ablesen. Einen in einer Schaltung befindlichen Poti auszumessen ist schlicht nicht möglich. Also bliebt mir nur der experimentelle Weg.
Mit einem alten Chinchkabel, einer Lüsterklemme und ein paar Widerständen war es das auch schnell klar in welcher Größenordnung sich der Widerstand bewegen musste. Damit funzte es dann.
Dann kam mir ein weiteres Problem in den Sinn. Meine Vermieter. Da ich eh alles in eine saubere Form bringen musste, warum nicht gleich zwei Modi machen. Einen für Vollgas Modus und einen so genannten „Friendly Mode“. Da meine für meine Vermieter nur der Tiefbass ein Problem darstellt, wollte ich was Höhen und Mitten betrifft keine Abstriche machen. Deshalb plante ich noch einen „Last chanche“ Modus ein. Und zwar für Filme mit extremen Bass Pegel, wie Resident evil 4, Star Wars oder Underworld 4. Somit kann ich den Passpegel ( zusammen mit den Möglichkeiten im AV–Reveiver) immer anpassen ohne dabei mit Dynamikeinbussen zu rechnen.

Jetzt galt es nur noch diese einfache Schaltung in eine anständige Form zu bringen. Ein Gehäuse, zwei Schalter, drei Chinchbuchsen, eine Lochrasterplatine, und drei passende lötbare Lüsterklemmen. Mehr braucht es nicht.
Da ich mit den genauen Auswahl der Widerstände noch nicht ganz einig war hielt ich diese noch auswechselbar.
Da, wie oben erwähnt, regiert jedes Subwoofermodel anders. Deswegen sind diese Werte auch nicht repräsentativ. Die Werte sollte so gewählt werden das man mit den Reglern im AV–Reveiver einen gewissen Regelungsbereich hat. Bis man die richtigen werde gefunden hat sollte man sich zeit lassen. Gerade was einen „Last Chance“ Modus betrifft. Bin ich zufrieden werden die Widerstände einfach fest gelötet.

Und so entstand nach einer langen Zeit wieder ein Gerät der Marke „DewaTec“. :-)  Dies ist keine eingetragene Firma. Das Gerät ist nicht bestellbar. Der Name ist nur aus Spaß dran.

Der Sparklemaster 1.2
Widerstand 1: passt den Regelungsbereich an
Widerstand 2: definiert den „Friendly Mode“
Widerstand 3: definiert den „Last Chance“ Modus
Beide Modi sind allein als auch kombinierbar.


Vorher liefen meine beidem Alumni 9 Subwoofer jeweils halb gegenkoppelt zusammen mit 120 Watt Sinus. Nun laufen sie immer mit ihren 240 Watt Sinus Maximalleistung.
Schlugen die Membrane manchmal an die Chassisaufhängung, kam dies seitdem nicht mehr vor. Sie klingen wesentlich dynamischer, unaufdringlicher und weniger hart. Insgesamt alles runder und präziser und lebendiger. Und durch die Modis wird es so laut wie es werden soll.


 
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Sonntag, 3. November 2013

Verleichstest: NAD C 356 bee,Music Hall a25.2 und Aaron No.1a

Um einen weiteren Schritt vorwärts zu machen habe ich mich entschieden eine neue Stereoendstufe in meine System ein zubinden.
Mein bisheriger Stereoverstärker Music hall a25.2 ( siehe hier ), wird als Einstieg in die High End Klasse beschrieben, und das ist er auch. Die Center wurde über eine NAD 902 ( siehe hier ) Endstufe betrieben. Während die Rear über eine Arcam P100 7 Kanal Boliden ( siehe hier ) betrieben wird.
Damit hatte ich an der Front Endstufen die sehr warm klangen Während die Arcam eher auflösend bis nervig klingt. Der Versuch die Arcam an der Front zu betreiben war eine interessant Erfahrung. Zuerst klingt sie auflösend und klar, was im ersten Moment ein großer Unterschied zu dem Music Hall ist, und auch fasziniert. doch dann beginnt sie sehr schnell zu nerven. einfach zu aufdringlich.
So war mir klar das dieser Weg nichts für mich war. Doch war ein Interesse an einem hochauflösenden Verstärker geweckt.
Deshalb habe ich mir zwei Verstärker zum Testen mit nach Hause genommen. Den Aaron No.1a und den NAD C365 bee. Zwei klanglich sehr unterschiedliche Verstärker. Auch wenn ich einige andere Endstufen gehört habe ist das testen im eigenen Raum und an der eigenen Anlage unerlässlich, besonders wenn man bereit ist eine Stange Geld liegen zu lassen. An diesem Punkt sollte man sich nie unter Druck setzten lassen. Kostet ein Verstärker oder Hifi Komponenten mehr als der Durchschnitt, so sollte auch die Möglichkeit bestehen diese zu Hause zu testen. Läden die das nicht anbieten oder belächeln, sollte man den Rücken zu drehen und ebenfalls belächeln.

Zum NAD C 356 bee ( siehe hier ) möchte ich nicht so viel schreiben da er ein relalitv bekannter Verstärker. Aaron und der No.1a aber nicht. Dieser ist eher unbekannt und vor allem von denen geliebt und genutzt die lastkritische Lautsprecher wie u.a. Elektrostaten ( siehe hier ) betreiben.

Der Aaron No.1 a ( siehe hier ) ist ein puristischer Stereoverstarker der High End Unterhaltungselektronik Vertriebsgesellschaft ( siehe hier ). Sie vertreibt Geräte seit 1986 unter dem Namen Aaron und Sovereign. Während Aaron die „einfache“ Ausführung darstellt ist Sovereign die absolute High End Ausführung. Alle Geräte werden von Hand zusammengebaut ( siehe hier ) und im wahrsten Sinne des Wortes mit Samthandschuhen angefasst.

Alle Geräte sind vom Aufbau auf das wesentliche reduziert. Kurze Signalwege, solide Bauweise, Schaltung Kurzschlussschütze werden aus gründen des Klangs weg gelassen. Wem beim Einschalten ein saftiges Knacken auf den Lautsprechern stört ist hier schlecht beraten. Der Klang sowie das Handling ist nichts für Einsteiger. Der Klang ist "linear". Ist kein Bass auf der Aufnahme vorhanden kommt auch keiner. Originalgetreue Wiedergabe ist das Ziel. Ein Kurzschluss auf den Lautsprecherausgängen und der Weg in die Werkstatt ist unausweichlich. Der Verstärker verzeiht keine Fehler weder an Tonfutter, Handling oder Raumakustik. Trotzdem hat er die Fähigkeit Lautsprecher der Mittelklasse nach so viel mehr anhören zu lassen, auch wenn das nicht der passende Partner ist. Eine aus den gehobenen Bereichen von Dynaudio, Quadral, B&W, Audiophysics usw sollte es schon sein.
Die Laststabilität des Verstärkers ist ein weiterer wesentlicher Vorzug. Wer einen kritischen Lautsprecher wie Elektrostaten oder allgemein niederohmige Lautsprecher besitzt ist mit diesem Verstärker gut beraten. Bei 2x98 Watt an 8 Ohm, 2x180 Watt an 4 Ohm, bzw  bei 2x480 Watt an 1 Ohm kommt eine Stabilität zum tragen die oft nur bei massiven und großen Endstufen zu finden ist. Tonal kommt das im Bassbereich zum raus wo sehr tiefe Bässe präzise, kurz, konturiert aus dem Nichts kommen und genauso verschwinden. Realisiert wird dies durch einen massiven Ringkerntrafo und 4 getrennt Netzteile für Vor- und Endstufen. Alle Segmente sind als solide Monoelemente aufgebaut.

Vergleich bei Stereo pure direct

Der Test erfolgt mit meinem NAD C 515 bee über die Marantz av 7005 im pure direct Modus. Nur meine Allium 45 ohne Subwoofer. Die Aaron wird nur als Endstufe genutzt. Da mein Sugden Chinch am CD Player zu kurz ist kann ich leider die Vorstufe des Aaron jetzt benutzen. Das werde ich aber noch da ich davon ausgehe das diese die bessere Vorstufe für Stereo ist.

Die Höhen klingen immer transparent und nie spitz. Trotzdem sind leichte Echos aus dem rückwärtigen Raum zu erkennen, was bedeutet das ich dort noch was machen muss. Schnelle extrem hohe Klaviersolos klirren nicht sondern sind klar differenziert mit Körper.
Bei Schlagzeugbecken lässt sich wesentlich besser erkennen wo angeschlagen wird. Nach außen oder mehr zur Glocke. Auch wenn der Music hall in diesem Bereich nicht schlecht ist hat er in den Höhen was Auflösung und Schnelligkeit betrifft erhebliche Schwächen.
Der Aaron spielt im Mittel- und Hochton präzise, schnell und wesentlich neutraler.
Was den Bassbereich betrifft spricht der Aaron eine mich klarere Sprache. Wer es gewohnt viel Big FM im Radio zu hören wird irritiert sein. Wieviel Bass wirklich in machen Aufnahmen ist. Oft weniger wie man denkt.
Der Music hall war im Bass oft überfordert. Differenzierung zwischen tiefen und sehr tiefen Bass fällt im schwer endet oft in einem klumpenden Mulmen. Nimmt man ein Fußstampfen wie bei Friday Night in San Francisco oder Eric Clapton unplugged klingt es sehr dumpf und tief. Der Aaron zeigt das es nur ein stampfen mit dem Fuß ist und nicht wie der tiefste Ton der Bassgitarre. Akustische Gitarren klingen nicht zu basslastig. Eben orginalgetreuer.
Während der NAD C 356 bee im Bass grundsätzlich fest zugreift, zeigt er dann aber auch des noch konturiert und massiv tiefer geht. Aber eben mehr wie eigentlich da ist. Der Aaron geht dann tief wenn es tief gehen muss. Und zwar so tief wie es gehen muss. Schnell, präzise und differenziert. Das ist nicht jedermann Geschmack. Es muss gefallen. Einige werden direkt sagen das ihnen was fehlt.
Die Ortung der Instrumente ist einwandfrei. Noch war ich bei Kind of blue so sicher das Miles Davis in der Mitte steht. Und zwar wie Mauer. Mehr noch, man hat den Eindruck zu erkennen wie er die trompete vor dem Microphon bewegt. Oben, unten, rechts und links.
Wie alle drei Verstärker braucht der Aaron ne gute Stunde um warm zu werden, damit er sein volles Potential ausspielen kann.

Gesangstimmen, besonders Frauenstimmen, kommen beim aaron klarer und mit mehr Details. Sehr präzise und auch bei hohen Lautstärken ohne das s oder z Laute auch nur im Ansatz Nerven. Ganz im Gegensatz zu einer Arcam p 1000, die zwar sehr hochauflösend ist aber auch sehr schnell in den Höhen massiv nerven kann. Ein Problem das der NAD oder der Music hall nicht haben, aber auch nicht so auflösen. Wenn die NAD auch sehr schnell ist.

Der Suroundbetrieb.

Getestet habe ich ausschließlich mit James Bond Skyfall. Die Endstufen für die Center habe ich zwischendurch gewechselt. Sowie später auch die Subwoofer abgeschaltet um die Bassperformence der Front besser beurteilen zu können. Da die Crossoverfrequenzen folgend sind:
FR,C,FL 40Hz;RR,RL 60Hz;SBR,SBL 60Hz ( für den Test unrelevant da 5.1 )
Außerdem muss ich gestehen der der NAD C365 an dieser Stelle schon raus war. es ging mir an dieser Stelle nur noch um die Homogenität meiner Front und des Gesamten Sytems

Wichtige waren für mich drei Sequenzen des Filmes.

1. Die Anfangssequenz mit Titellied
2. Hong Kong, die Ermeuchelung von Patrice
3. Kapitel 28, Angriff des Hubschraubers auf Skyfall


Nach einer adäquaten Einspielzeit.... Das erste Kapitel sah ich in drei Konfigurationen.
1. Aaron Front, Center NAD 902,mit Subwoofer
2. Aaron Front, Center Arcam P 1000,mit Subwoofer
3. Aaron Front, Center Arcam P 1000,ohne Subwoofer
Den Rest nur in Konfiguration Nr.3

Die Aaron durchweg weg neutral und präsent. Genauso wie sie auch schon bei Musik Klang. Der Bass ist da wenn er da sein soll. Dies kommt besonders raus wenn der Subwoofer aus ist. Nach dem ersten Durchgang mit der NAD trat das ein was ich mir bereits dachte. Das Klangbild passt nicht. Die NAD 902 mit 1x 90 Watt Sinus an 8 Ohm ist zu warm. Oben lange nicht so schnell wie ein C365 aber präsenten über Bass und Mitten, aber stumpfer in den Höhen. Nicht Stumpf aber weit entfernt von hochauflösend. Aber ein besonders potenter Bass. NAD Material ist auf dem Gebrauchtmarkt sehr günstig zu bekommen. Wattangaben im Hinterkopf verdoppeln und das ist dann die Wahrheit.
Aber wenn Bond auf dem Zug die Ketten auf den Boden schlägt oder mit dem Motorrad durch die Scheibe springt, merkt man das die NAD nicht zu der Aaron passt. Die Front klingt nicht homogen. Die Arcam passt hier schon eher, wenn auch etwas klirrig aber nicht nervig.
Die Motorräder klingen zwar richtig nach Motorrad und nicht nach Moped, auch ohne Subwoofer. Im vorbei fahren auf den Dächern merkt man es am besten. Ob die Front homogen ist oder nicht. Vorbei fahren der Motorräder druckvoll über die ganze Front, Glasscherben stumpf.
Bei der Arcam ist es homogen über den mittleren Frequenzbereich. Doch es fehlt der Druck der NAD 902 im Bass. Und somit auch an Dynamik. Die Höhen drängen sich eher auf als das sie wie bei der Aaaron einfach da sind.  Die Aaron schiebt wo sie schieben soll.
Das Titellied mit Adele klingt mit der NAD musikalisch warm und rund. Mit der Arcam sieht die Sache anders aus. Man könnte meinen Nagini ( Lord Voldemorts Schlange ) singt im Background Chor mit. Ein zischeln bei s,z und ch lauten das zwar nicht weh tut, aber nervt. Bei Dialogen kommt sie nicht so stark raus, doch bei Gesang fällt es stark auf.
Gerade innerhalb dieses Kontrastes ist die Neutralität der Aaron einfach noch erstaunlicher

Abschließendes Fazit.....

......das sich vom Stereo Test hier fort setzte. Die Aaron ist stabil, der Bass ist da wenn er da sein soll. Er kommt aus dem Nichts und verschwindet ins Nichts. Aber extrem dynamisch, tief und potent. Lebendig, erwachsen. Die mitten und Höhen auflösend und sind einfach da. Sehr klangneutral. Es passiert einfach. Lediglich bei den oberen Höhen könnte man manchmal den Eindruck haben das er bei die eine oder andere Kleinigkeit dazu macht die nicht ganz so ist wie es soll. Aber das ist eine Schwäche die bezogen auf Gesamtpaket zu vernachlässigen ist.

Die Arcam wird auf der Center auf lange Sicht verschwinden. Kurzfristig sehe ich die Möglichkeit die Center auf Bi–Amping um zu bauen oder ungenutzte Endstufen von der Netzspannung zu trennen um eine höhere Performance durch Netzteilentlastung zu bekommen. Mal sehen....


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