Sonntag, 24. November 2013

Ambilight Heimkino entsteht neu... und diesmal richtig

Oh ja. Kaum ein Jahr und wieder mach ich alles neu. Zwar noch nicht dieses Jahr aber nächstes Jahr geht es los. Nach 13 Jahren ziehe ich zurück in mein Elternhaus wo mir eine Wohnung einrichten kann, dabei eine ordentliche Werkstatt vor finde, und einen Raum in dem ich eine Heimkino auf ziehen kann wie es sein soll. Konsequent von der Schallisolierung bis Aufstellung der Lautsprecher. Inklusive 21:9 Cinemascope Leinwand.

Doch zuerst bin ich mit meinem Vater beschäftigt meine Wohnung zu renovieren. Der komplette 100 Jahre alte Boden hält uns schon ne ganze Woche auf Trab. Holzbalken mit gefüllten Zwischenräumen aus Lehm, Stroh, Hüttenschlacke und alles, ja wirklich alles was man damals so herum fliegen hatte. 5m3 auf bisher 30m2 Boden. Aber mit der Vorstellung eine Wohnung so zu machen wie man es möchte macht auch das Spaß wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat alles Eimer für Eimer herunter zu tragen. Denn selbst mit einem Fallrohr entsteht eine Nebelwand die es in sich hat.

Nach dem dann diese, inklusive Netzwerk Cat 7 Verkabelung, fertig ist geht es ans darüber gelegene Heimkino.

Die Lage:
Diese wird in der 3. Etage sein, was wesentliche Vorteile mit sich bringt. Da die Wohnung unterhalb meine ist, ist der Abstand zu der meiner Eltern groß genug. Darüber befindet sich nur ein leeres Dach mit Gasheizung. Lediglich nach links zur Nachbarin und rechts muss vom Schallschutz her was getan werden. Aber dazu später mehr.

Die Aufteilung und Dachschrägen:
Das Kino wird einen separaten Technikraum erhalten in der die Player und Vorstufen ruhiger stehen und somit eine bessere Performance bieten. Außerdem wird der Raum symmetrisch da in einer Richtung eine Teildachschräge vorhanden ist. Die andere Seite besitzt eine volle Dachschräge ab einer Höhe von 60cm. Die bietet akustische Vorteile. Raummoden werden maßgeblich entschärft. Diese wird durch eine 3m Cinemascope Leinwand abgedeckt ( zu sehen am Beispiel )

Raumkonzept.
Die Gestaltung des Raumes erfolgt nach folgenden Prioritäten:

1. Akustik ( Stereo optimiert, dann Surround 7.2 )
2. Bildqualität ( 2D optimiert, 3D nicht geplant )
3. Optik

Andere Prioritäten wird es nicht geben. Dinge die dies nicht förden oder stören auch nicht. z.B. Movie Props oder Popkorn im Raum.

Lautsprecheraufstellung
Die Aufstellung der Lautsprecher gibt die Planung des gesamten Raumes vor.  Das Stereodreieck ist die Basis. Die Front erhält seitliche Wandabstände von min 70cm und Rückwärtig 3/16 der Raumlänge ( bezogen auf die Front der Lautsprecher ). Ein Konzept das ich bereits in meinem jetzigen Raum umgesetzt habe und sich bewährt hat.
Die Positionierung hinter der Leinwand bietet wesentlich Vorteile wenn man konsequent vor geht. Dabei ist zu beachten das selbst wenn man eine akustisch durchlässige Leinwand nimmt in jedem Fall mit Hochtonverlusten zu rechnen ist. Was bedeutet das die Frequenzweiche dahingehend abgeändert werden muss. Dies bietet aber auch gleichzeit die Möglichkeit Raummoden erst gar nicht entstehen zu lassen. Was bedeutet das man die Lautsprecher nicht nur linear abstimmt, sondern auch komplett auf den Raum und das Gehör des Besitzers. Die wird im Zusammen mit Hifi Zenit auch passieren.
Was die Subwofer betrifft wird eine DSP angeschafft. Keine die im Heimkinosektor bekannt ist sondern im Car Hifi Segment. Eine Mosconi Gladen 4 Kanal DSP ( siehe hier ). Diese bietet Möglichkeiten die keine mir bekannte Heimkino DSP bietet. Und schon gar nicht zu dem Preis. 30 frei wählbare parametrische Equalizer ( in Lage und Bandbreite ). Schaltet man pro Subwoofer zwei Kanäle in Reihe oder legt zwei Bänder in auf die selbe Frequenz sind Korrekturen von +/- 20 dB möglich.

Raumakustik
Die Raumakustik erfolgt nach dem LEDE Prinzip. ( Live End Dead End, Siehe hier ). Ein Konzept das ich ebenfalls in meinem jetzigen Raum erfolgreich umgesetzt habe und einen sehr lebendigen und dynamischen Hörgenuß gewährleisten. Es führt nicht nur dazu das hohe Lautstärken umsetzbar sind, es führt auch dazu das das man dazu geringere Leistungspegel aufbringen muss. Ein Konzept das auch von den Fairland Studios ( siehe hier ) umgesetzt wird. Mit übrigens sehr ansehnlichen optischen Ergebnissen.
Was die Schalldämmung betrifft ist eine schwimmender Etrisch geplant und eine Regips Doppelwandaufbau mit Diamantplatten. Dadurch sind Schalldämmungen möglich die bis zu 66 dB schlucken.

So das soll erst mal genug sein. Wenn es denn los geht werde auf jeden Fall mehr in die Details gehen. Und außerdem sind viele Kleinigkeiten noch offen. Was wieder mal Zeigt.


Planung ist Alles

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1 Kommentar:

  1. Ich wusste doch, dass man auf LED Beleuchtung nicht schimpfen muss, sondern sie als echte Bereicherung ansehen kann. Wie man hier sieht, ist sie nicht nur sparsam, sondern auch dekorativ. Ich verwende sie als Lichthbänder, die einfach verlegt werden können, weil ich leider nicht so handwerklich geschickt bin.

    Gruß, Florian

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